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Extrablatt Januar 2019

Teegärten der Welt: Darjeeling

Die Region um die indische Stadt Darjeeling ist weltberühmt für ihre hochqualitativen Tees. Die Grundlagen für den Teeanbau in Darjeeling legte der englische Botaniker Arthur Campbell. Er brachte 1841 von seinen Forschungsreisen Teesamen aus China mit und experimentierte mit deren Anbau in seinem Privatgarten in Darjeeling. Dabei war er so erfolgreich, dass daraus bereits 1864 die „Darjeeling Company“ hervorging und 1866 die ersten etwa 30 Teegärten in dem Gebiet entstanden. Heute gibt es zahlreiche Teegärten in Darjeeling, die jeweils Tee mit unterschiedlichem Charakter und Aroma produzieren. Einige bekannte Teegärten sind Jogmaya, Arya, Chamong, Glenburn, Lingia, Castleton, Jungpana, Makaibari, Margaret‘s Hope, Steinthal, Soom und Risheehat. Traditionell pflücken ausschließlich Frauen den Tee, und zwar jeweils nur die jüngsten beiden Blätter und die oberste Blattknospe eines Triebs. Nach dem Pflücken durchläuft der schwarze Tee einen Verarbeitungsprozess, der sich in fünf Phasen einteilen lässt: Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren. Diese Verarbeitungsschritte haben entscheidenden Einfluss auf die spätere Qualität des Tees.

Das Gebiet der Schluchten in Darjeeling zu Füßen des Himalaya wird in sieben Regionen aufgeteilt: West-Darjeeling, Ost-Darjeeling, Teesta, Mirik, Rungbong, Nord-Kurseong und Süd-Kurseong. Berühmt ist das Gebiet für seinen fermentierten Schwarzen Tee, weniger bekannt sind die Grünen, Weißen und Gelben Tees sowie der Oolong, die ebenfalls in Darjeeling produziert werden.

Wie beim Weinbau werden auch beim Teeanbau die Sorten nach Ländern, Anbauregionen und Herstellungsverfahren unterschieden, und es gelten strenge Regeln für die richtige Kennzeichnung der Produkte.

Echte Darjeelings tragen eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Das „Teaboard of India“ vergibt dieses Siegel und eine Lizenznummer nur für Tees, die zu 100 Prozent aus dieser Ecke Westbengalens stammen. Seit Herbst 2011 muss auch in der Europäischen Union zu 100 % Darjeeling in der Teetüte sein, wenn sie diesen Namen trägt. Dies ist auch nötig, denn das Renommé des Darjeeling-Tees führt zu zahlreichen Fälschungen und Verschnitten: So werden weltweit jedes Jahr circa 40.000 Tonnen Tee als Darjeeling verkauft, während lediglich zwischen 8.000 und 11.000 Tonnen Tee in Darjeeling produziert werden können.

Steckbrief: Macis / Muskatblüte

Verwendung

Macis, auch Muskatblüte genannt, ist der elegante Mantel der Muskatnuss. Mit dem bekannten harzig-balsamischen Duft und einem süßlich, leicht bitterem Geschmack passt das Gewürz zu allen Gerichten, zu denen man Muskatnuss verwendet, zu Kartoffel- und Gemüsegerichten, aber auch Süßspeisen wie Milchreis, Mehlspeisen und Kompotten. Ihr Aroma ist dabei deutlich leichter, dezenter und frischer als das der Muskatnuss. Während Macis für die häusliche Küche jetzt erst wieder entdeckt wird, gehört sie seit jeher in so traditionsreiche Speisen wie die Weißwurst, den Leberkäs und die weihnachtlichen Lebkuchen. Auch als Zusatz in Energydrinks feiert sie ein Comeback, da man ihr aufmunternde Wirkung zuschreibt.

Herkommen und Geschichte

Macis ist keine Blüte, sondern der Samenmantel der Muskatnuss – die wiederum keine Nuss, sondern der holzige Kern der aprikosenartigen Frucht des Muskatbaums ist. Frisch geerntet umhüllt die leuchtend tiefrote Macis netzartig die Nuss, nach Trocknen und Mahlen ist sie dunkel-goldgelb. Der 15 bis 20 m hohe, immergrüne Muskatbaum braucht das tropische Klima und wuchs ursprünglich nur auf den Banda-Inseln und den nördlichen Molukken. Wahrscheinlich kamen die ersten Muskatnüsse mit den Kreuzfahrern nach Europa. Als Handelsware brachten portugiesische Seefahrer um 1512 Muskatnüsse von den „Gewürzinseln“ heim, um die in den Folgejahren blutige Handelskriege zwischen Briten, Spaniern, Portugiesen und Niederländern entstanden. Heute ist der Muskat- und Macisanbau weit in den Tropen verbreitet, die Hauptexporteure sind Indonesien, Indien und Sri Lanka.

Tradition und Kurioses

Wie um andere exotische Gewürze, wie z.B. Pfeffer und Nelken entfaltete sich um die Muskatnuss in der europäischen Aristokratie des 16. Jahrhunderts ein die Preise in horrende Höhen treibender Boom. Die nach Moschus duftende Nuss galt als Heilmittel, Aphrodisiakum und Gewürz, vor allem aber als kostbares Prestigeobjekt. 1667 tauschten die Briten eine kleinere der Banda-Inseln gegen das viel größere Manhattan ein, welches damals die Niederländer besaßen. Die hatten wider den Anschein keinen schlechten Tausch gemacht: Die Insel im ostindischen Archipel war vollständig mit Muskatbäumen bewachsen und wurde zum Ausgangspunkt eines äußerst lukrativen Handelsmonopols der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

 

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